Vernetztes Fahren und Datenschutz

Der Trend zur Vernetzung macht auch vor unseren Fahrzeugen nicht Halt. Schon längst sind „internetfähige Autos“ erhältlich, die das surfen im Internet ermöglichen. Ein „connected car“ versteht sich darüber hinaus als intelligentes Assistenzsystem des Fahrers, das mittels Internet-Konnektivität, Kameras, Radar und andere Sensorik den Fahrzeugbetrieb überwacht, informiert, warnt und teilweise aktiv ins Fahrgeschehen eingreift. Dadurch sollen Verkehrsfluss, Verkehrssicherheit und Komfort der Passagiere erhöht werden. Für Städte und Kommunen bietet sich die Möglichkeit, Kommunikationsdienste zu entwickeln, die den Fahrer bei der Parkplatzsuche oder Stauumfahrungen unterstützen.

Die während einer Fahrt erzeugten Datenmengen können gesammelt und ausgewertet werden. An der Erhebung, Verarbeitung bzw. Nutzung der Fahrzeugdaten haben die Hersteller, die Versicherer und mitunter auch der Staat ein großes Interesse. Die Frage nach dem Eigentum der Daten ist jedoch bislang ungeklärt. Auch die Regelungen zu Verantwortlichkeit, Datensicherheit und zum Datenschutz sind zu entwickeln bzw. an den aktuellen Stand der Technik anzupassen.

Die integrierte Bedienung von Internet-Diensten und Apps, Echtzeit-Wartungsinformationen für das Fahrzeug, ortsbasierte Empfehlungen, dynamische Strauprognosen oder Musikstreaming spielt für Kunden zunehmend eine wichtige Rolle. Der starke Anstieg von Connectivity-Diensten bietet dem weltweiten Automobilmarkt neue Absatzmöglichkeiten. Der Logistikunternehmen und Vielfahrer (bspw. Freiberufler und Außendienstmitarbeiter) sparen durch die Nutzung dieser Angebote viel Zeit und Geld. Zur vollen Ausschöpfung dieses Potentials ist es zielführend, das Vertrauen in diese Technologien zu stärken.

 

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